Besuch des ACC im Mai 2017

Unser Partnerverein Accordéon Club du Centre aus Tours zu Gast vom 25-28. Mai 2017

Die Nacht war für alle zu kurz, denn man feierte feucht-fröhlich am Vortag nach dem großartigen Konzert im Biergarten weit in die Nacht hienein. Unnachgiebig jedoch rückte der Tag und die Stunde des Abschieds heran. Schließlich stand der letzte Programmpunkt, nämlich das gemeinsame Frühstück für etwa 90 Teilnehmer um 9 Uhr im Siedlerheim auf dem Programm. Die Vereinsmitglieder hatten sich noch einmal richtig ins Zeug gelegt und ein reichhaltiges Frühstücksbufett zusammengetragen.

Die Vorsitzenden der Vereine hielten kurze Schlussworte des Dankes und der Freude – Freude über eine überaus gelungene Erneuerung der Freundschaft. Der Dank galt besonders den Mitgliedern, die im Vorbereitungsausschuss monatelang dieses Event vorbereiteten: Jürgen, Volker, Michael, Michaela, Larissa, Wilfriede und Hans aber besonders Beate Rettig-Horch ohne die dieses Treffen so nicht zustande gekommen wäre.

Die Vorsitzende des ACC Isabelle Renard bedankte sich für die Geschenkkörbe und den Gutschein für den Kauf neuer Noten- hefte. Sie lud uns bereits jetzt nach Frankreich ein, um in zwei Jahren die Freundschaft zu bekräftigen.

In den drei Tagen gemeinsamer Aktivitäten sind viele neue Kontakte, ja Freundschaften entstanden. Alte Bekanntschaften wurden wieder aufgefrischt und erneuert. Vorher fremde Personen haben sich kennen und schätzen gelernt.

Und am Ende flossen bei der Verabschiedung der Gäste aus Frankreich dann bei dem ein oder anderen Abschiedstränen und Tränen der Rührung und Wehmut, dass alles schon so  schnell wieder vorbei war. Viele französischen Gäste waren sichtlich ergriffen von der ehrlichen und herzlichen Gastfreundschaft der deutschen Gastgeber. Ein Abschied kann zum Weinen weh tun, auf beiden Seiten.

Alle waren doch spürbar erschöpft, aber was bleibt, sind schöne und bewegende Erinnerungen an die gemeinsam verbrachten Tage.

Was ist das Fazit? Das Freundschaftstreffen war eine rundum gelungene Veranstaltung. Das ist nicht selbstverständlich. Auch wenn Gäste und Gastgeber an diesem 28. Mai sicher erst einmal müde und erschöpft waren, bleibt zu hoffen, dass die wundervollen drei gemeinsamen Tage die Brennzellen der drei Musikvereine neu aufgefüllt haben.

Allen Gastgebern, die ein oder zwei französische Gäste bei sich zu Hause aufgenommen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

Au revoir jusqu’à deux ans.

Gemeinsames Frühstück zum Abschied am 28. Mai

Die „alten Hasen“ wussten es im Voraus: ihr werdet euch wundern, wie die Franzosen feiern können!

So geschah es auch, denn die französischen Musikfreunde machten an diesem Abend ihrem Ruf „Feierkönige“ zu sein alle Ehre. Mit ihrem französischen Esprit und Charme, ihrer offenen und mitreißenden Art gewannen die Gäste an diesem Abend die Herzen der deutschen Gastgeber. Nach einem aus- giebigen Abendessen ging es zur Sache: nachdem die Vereinsvorsitzende Frau Beate Rettig-Horch mit dem Dirigenten des französischen Orchesters Herrn Michel Dien vermählt war, konnte getanzt werden.

Die Polonaise führte nicht nur einmal durch den Garten. Lustig und ausgelassen wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Erstaunlich, wie einige französische Spieler ohne Noten aufspielen und alle Teilnehmer bestens unterhalten konnten. Können wir im Verein hier noch etwas lernen? Wenn nicht schon vorher geschehen, kamen spätestens jetzt die Gäste mit den Gastgebern am Tisch in lebhaften und engen Kontakt.

Auch das war eine Erfahrung an diesem Abend: Freundschaften kann und muss es auch angesichts kultureller Unterschiede und einer unterschiedlichen Lebensart geben.

Nach dem Konzert wurde ausgelassen die französische-deutsche Freundschaft gefeiert

Der Samstag 27.05. blieb den einzelnen Gastgebern und Gästen aus Frankreich vorbehalten. Bis zur Probe konnte jeder tun und lassen, wonach ihm der Sinn stand. Denn die Vergangenheit hatte ge- zeigt, dass bei zu vielen gemeinsamen Terminen ansonst- en der Termindruck einfach zu groß wird.

So frühstückten die Gäste erst einmal bei ihren Gastgebern. Denen war es natürlich überlassen, ob sie ein französisches oder deut- sches Frühstück auftischen wollten.  Die Sonne lachte von früh an vom Himmel, so dass viele auf der Terrasse oder im Garten ver- weilen konnten. Wie zu hören war, gab es für manche ein recht straffes Vormittagsprogramm.

So wurde z.B. der Palmengarten in Frankfurt besucht, Gäste schlenderten mit ihren Gastgebern über die Einkaufsmeile Zeil oder sind in der Kleinmarkthalle in Frankfurt eingekehrt. Andere haben den Tag gemütlicher gestaltet, vielleicht war nur das Relaxen im Garten angesagt oder ein Spaziergang durch Langen zum Markt oder in die Geschäfte oder ein Spaziergang durch die Fahrgasse in Dreieichenhain.

Viele französischen Gäste lieben das deutsche Bier: für einige ging es also in die Getränkemärkte. Souvenirs für zu Hause – Mitbringsel der eigentümlichen Art.

Um 14.30 Uhr mussten sich aber zumindest die Musiker im Biergarten hinter der neuen Stadthalle versammeln, um die letzten Vorbereitungen für das anschließende Konzert anzugehen.Wann gab es schon einmal zwei Akkordeon- orchester aus Deutschland und Frankreich gemeinsam und gleichzeitig musizierend auf der Bühne? Heiß und schweiß- treibend war dieser Tag für alle. Das war aber nicht

der Grund dafür, dass das Konzert mit etwas Verspätung begann, denn schließlich mussten die zwei großen Akkordeonorchester zunächst alle ihre Instrumente, zu denen auch das Schlagzeug gehörte, erst einmal auf- und umbauen.

Das erste Orchester der Spielgemeinschaft Langen-Dietzen- bach begann mit „Anthem for Europe“, danach folgten Musik- stücke wie „Tanz der Vampire“ oder „Wind of Change“ mit dem Solisten Florian Plötz, und ein Tango, nämlich der „Rojo Tango“.

Das Orchester des befreundeten Akkordeon Club du Centre aus Frankreich spielte anschließend aus „Boney M in Concert“, „Morricone Special“, ein ABBA Medley und die „Symphonie aus der Neuen Welt“.

Der Höhepunkt des Konzerts war erreicht als beide Orchester zusammen auftraten – mit zwei Dirigenten! Die Zuschauer erfreuten sich an Stücken wie „Einzug der Gladiatoren“, „Memory“, „Eloise“ oder „Rock around the clock“.

Als Zugabe gab es dann den Radetzkymarsch. Dieser gemeinsame Auftritt war ein einmaliges musikalisches Erlebnis! Danke an alle Mitglieder des Ensembles.

Und obwohl die beiden Orchester die Musikstücke nicht ein einziges Mal zusammen proben konnten, klappte der Auftritt  reibungslos. Beide Musikgruppen harmonierten als ob sie schon immer zusammen spielen.

Zwei großartige Orchester gemeinsam auf der Bühne am 27.Mai im Paulaner Biergarten

Bereits am frühen Morgen des 26. Mai machten sich rund 90 deutsche und französische Teilnehmer der Vereine auf den Weg nach Heidelberg.

Nach einer einstündigen Busfahrt ging es zu Fuß zur Bergbahn, mit der die Strecke bis hoch zum Schloss für alle Teilnehmer problemlos erklommen werden konnte.

Oben angekommen begann dann gleich eine einstündige Schlossführung durch die Heidelberger Schlossruine. Das Besondere daran war, dass das Schloss nur mit einer Führung besichtigt werden kann. Die Teilnehmer bestaunten die noch erhaltenen geschlossenen Räume und die teilweise zerstörten Ruinen.

Nach der Führung gab es für alle einen kleinen Imbiss auf der Terrasse des Heidelberger Schlossrestaurants. Die Aussicht und das Wetter waren perfekt, um sich für eine Stunde kurz auszuruhen.

Danach hatten die Teilnehmer Zeit, sich das berühmte Heidelberger Fass anzuschauen oder in der Altstadt bei einem Eis durch die Straßen zu flanieren.I

m Programm folgte dann eine 1 ½ stündige Schiffsfahrt den Neckar entlang bis Neckarsteinach. Bei Kaffee und Kuchen konnte die schöne Landschaft bewundert und ein paar Erinnerungsfotos geschossen werden.

Am Anleger angekommen stiegen die Teilnehmer in die Busse, die sie quer durch den Odenwald zum Wirtshaus „Uhrenschorsch“ in Fürth-Erlenbach brachte. Bekannt ist dieses Lokal besonders wegen der Sammlung vieler Kuckucksuhren und die deutsche Hausmannskost. Natürlich wurden zu diesem Ausflug auch die einen und anderen Akkordeons mitgebracht, sodass am Abend noch lange musiziert und getanzt wurde.

Gegen 22:30 endete der Ausflug für alle Teilnehmer, die dann müde und erschöpft in ihre Betten fielen.

Ausflug zum Kulturerbe Heidelberg am 26. Mai

12 anstrengende Stunden Busanreise lagen hinter unseren französischen Gästen als sie bei herrlichem Sonnenwetter am Himmelfahrtstag, den 25. Mai um 18 Uhr am Siedlerheim ankamen. Und das keineswegs müde, sondern lustig, ausgelassen und gut gelaunt. Mit lautem „Hallo“ und „Bonjour“ und den in Frankreich üblichen Küsschen links und Küsschen rechts machten sich die  Gäste mit den deutschen Gastgebern schnell vertraut. Sofort war unsere gespannte Stimmung und neugierige Erwartung auf das, was da in den nächsten drei Tagen auf uns zukommen wird, verflogen.

Das Treffen zur 44 Jahre bestehenden deutsch-französischen Freundschaft konnte beginnen.

Im Trubel vor dem Siedlerheim und im Garten breitete sich schnell  der Virus der guten Laune aus. Einige freuten sich, ihre Freunde aus dem Partnerverein nach zwei Jahren wieder zu sehen, für viele aber war es ein „erstes Mal“. Die 35 Gäste aus Frankreich wurden dann auch schnell ihren deutschen Gastgebern vorgestellt,  bei denen sie bis Sonntag untergebracht waren. Und die ersten Sprach- und Verständnishürden konnten schnell mit Hilfe von eingefleischten französisch und deutsch sprechenden Vereinsmitgliedern überwunden werden.

Die Vorsitzende des Harmonika-Spielring Langen Beate Rettig-Horch begrüßte die Gäste auf französisch auch im Namen des Handharmonika-Club „Ahoi“ Dietzenbach, der als Mitveranstalter natürlich mit von der Partie war.

Die Vorsitzende des französischen Partnervereins Isabelle Renard bedankte sich anschließend sehr herzlich für die Einladung.

Danach strömten die hungrigen Teilnehmer erst einmal  zum reichhaltigen Buffet. Es gab u.a. Leberkäs und viele selbst gemachte Salate und Nachtische. Die ersten paar Liter Bier waren da aber schon ausgeschenkt, denn einige Franzosen waren schon ganz heiß  auf des deutschen liebstes Getränk.

Wie es sich für einen Musikverein versteht, gehörte auch die Musik zum Programm. Die „Tastendrücker“ spielten auf mit Titeln wie „Milord“ und „Hinter den Kulissen von Paris“. Den Auftakt machten sie mit der Eurovision-Hymne. Danach wurden weitere Stücke wie der „griechische Wein“ oder der „Boogie for Roman“ gespielt. Besonders beim Schneewalzer sangen die deutschen und französischen Gäste dann laut und eifrig mit und es kam zu engen Schunkel-Kontakten.

Larissa Rus, Nadine Keles und Anja Köhlerpontan spielten dann im Garten noch einige Musikstücke mit ihren Akkordeons. Zu ihnen gesellten sich spontan einige französische Spieler. Der ein oder andere Spaziergänger am Wege hat sicher sein Vergnügen und seinen Spaß daran gehabt, der lustigen und bunten musikalischen Szenerie im Garten des Siedlerheims zuzuschauen.

Gegen 11 Uhr abends trieb die Müdigkeit die französischen Gäste in die Autos der Gastfamilien und sicher lernten sich beide Seiten gegenseitig dann zu Hause beim Umtrunk noch besser kennen.

Ankunft unserer französischen Freunde am 25. Mai