Unser Jahreskonzert

Bunte Akkordeonvielfalt

         

 

Immer wieder schafft es der Harmonika Spielring Langen zur Herbstzeit ein Konzertprogramm auf die Bühne zu bringen, das seinesgleichen sucht. Jedes Jahr steht das Jahreskonzert unter einemanderen Motto, immer wieder einmal ergänzen  unterschiedliche Formationen das 1. Orchester und Jahr für Jahr füllen die Konzerte größere Säle oder Kirchen und begeistern das Publikum.

Am Samstag, den 17. November 2018 war es wieder soweit. Das Jahreskonzert war restlos ausverkauft; im Saal der evangelischen Petrus-Gemeinde mussten sogar noch zusätzliche Stühle und Bänke aufgestellt werden, um auch jedem der heranströmenden Gäste Platz zu bieten. Mehr als 250 Zuschauer sollten schließlich einen wunderbaren Abend mit Akkordeonmusik erleben.

Unter der bewährten Leitung der Dirigentin Frau Beate Rettig-Horch überraschte der Verein mit zwei neuen Musikformationen, einer Gesangdarbietung und einem Gastakkordeonisten. Neben dem erst im Frühjahr neu gegründeten Jugendensemble trat zum ersten Mal eine kleine Schülergruppe auf, die eigens für dieses Konzert zusammengestellt wurde. Die Sängerin Romy Gerlach begleitete die Tastendrücker bei zwei Musikstücken. Der Einzelspieler Nikolai Kastalskij schließlich brillierte mit drei Solostücken und Gesang.

Unter dem Motto „Akkordeon im Reisefieber“ präsentierten sich natürlich auch das 1. Orchester (Spielgemeinschaft Langen-Dietzenbach) und die Spielgruppe 50plus (Tastendrücker).

Nachdem Frau Beate Rettig-Horch die vielen Ehrengäste begrüßt hatte, darunter auch den Landrat Herrn Oliver Quilling, startete das 1. Orchester rasant die musikalische Reise mit dem „Intercity“, einer Komposition von Adolf Götz aus dem Jahre 1985. Schnelle rhythmische Teile wechselten sich ab mit Blues-Momenten. Gemeinsam spielte das 1. Orchester dann mit der Schülergruppe u.a. die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“.

Ganz anders der Musikstil, der im Anschluss danach zu hören war: der Solospieler Nikolai Kastalskij spielte nämlich ein

russisches Volkslied, den Marfuscha-Foxtrott und Mu-Mu von M. Wolowats und W.Danilowski.

Das Jugendensemble rundete den ersten Teil des Konzerts ab. Sieben junge Akkordeonisten haben sich zusammengeschlossen, um neben dem Orchesterspiel in kleinerer Besetzung zu musizieren. Die jungen Musiker spielten „City-Moments, eine Suite in 5 Sätzen.

Nach der Pause schlossen sich die Tastendrücker der musikalischen Reise an. 13 Musiker boten bekannte Schlager und Evergreens von Amsterdam („Tulpen aus Amsterdam“) über Paris („I love Paris“) nach Athen („Weiße Rosen aus Athen“) mit einem Zwischenstopp in Venedig, bei dem Jacques Offenbachs „Barcarole“ erklang.

Danach spielte wieder das erste Orchester Melodien aus dem Musical „Miss Saigon“

Zum gemeinsamen Finale beendeten das 1. Orchester und die Tastendrücker ihre Reise mit dem „Walzer Nr.2“ von Dimitri Schostakowitsch. Mehr als 30 Akkordeonisten mit Bassbegleitung und Schlagzeug füllten den Raum mit einem gewaltigen Klang.

Nach dem tosenden Applaus des Publikums ließen sich die Spieler am Ende es sich nicht nehmen die Polka „Schwabenmädel“ als Zugabe zu spielen.

An diesem denkwürdigen Abend konnten die Zuschauer ein einzigartiges Musikgeschehen genießen. Ergreifende und bezaubernde Musik neben rasanten Melodien, Musik, die wehmütig stimmte, Schlager und bekannte Titel, die zum Mitsingen und –swingen einluden – alles war dabei. Ein musikalischer Höhepunkt folgte dem anderen, so dass das mehr als zweistündige Konzert kurzweilig war und wieder viel zu schnell vorüber ging. Die Zuschauer erlebten einen wunderschönen Musikabend, der lange nachwirken wird.

Auch an dieser Stelle sei allen Mitspielern, die für ihren Auftritt monatelang fleißig geübt hatten, den Organisatoren und den vielen Helfern herzlich gedankt.